Kritik an Glücksspielmonopol wächst

Kritik an Glücksspielmonopol wächst

“Die Kritik am Glücksspielmonopol wächst. Das Verbot von Onlineangeboten und Werbung geht am Markt vorbei. Denn gespielt wird trotzdem – im Ausland und ohne jegliche deutsche Kontrolle.” So berichtet heute die Financial Times Deutschland.

Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder um über die Zukunft des Glücksspielstaatsvertrages zu diskutieren. Es geht vor allem um die Frage, ob der Vertrag über das Jahr 2011 hinaus verlängert werden soll. Mit einer Verlängerung würden auch die strengen Regulierungen wie das staatliche Monopol, das Verbot von Onlineangeboten und das Werberverbot bestehen bleiben. Zwei Jahre nach seiner Einführung hat der Glücksspielstaatsvertrag mehr Kritiker als je zuvor. Eine Studie der Medienberatung Goldmedia bescheinigt Deutschland laut FTD einen “Kontrollverlust im Glücksspielmarkt”. Die aktuellen Regelungen “stärken den Markt im rechtsgrauen Raum und fördern den Schwarzhandel”. Gerade Intensivspieler würden sich von einem Online-Verbot nicht abhalten lassen, sie würden einfach im Ausland weiter spielen. Das erklärte Ziel des Staatsvertrages und seine Legitimation die Bekämpfung von Spielsucht, kann er nicht erfüllen.

Studien zufolge weisen bis zu 300.000 Deutsche ein pathologisches Spielverhalten auf. Zwei Drittel davon spielen an Geldspielautomaten, wie sie in Spielhallen und Gaststätten hängen. Das hat Tilman Becker, Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Uni Hohenheim, errechnet. Die Automaten aber fallen nicht unter den Staatsvertrag, sondern werden von privaten Anbietern betrieben.

Auch die staatlichen Lottogesellschaften selbst leiden unter den strengen Regeln. Sie beklagen Umsatzeinbußen. Hessen zum Beispiel versucht nun das Gesetz zu umgehen. In Absprache mit dem Innenministerium will Lotto Hessen den bald startenden Online-Brief der Post für Lottogeschäfte nutzen.

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Kategorie: Allgemein, Gewinn-Business von Katrin

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