Lotto-Gesellschaft ist gegen Internet-Verbot bei Lotto
LOTTO Hessen hatte im letzten Jahr mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Geschäftsführer Dr. Heinz-Georg Sundermann bezifferte dies mit einem Minus von etwa 6 Prozent, was etwa 30 Millionen Euro ausmache. Schuld daran seien illegale Spielumsätze, die über ausländische Kanäle – meist über London – und außerhalb des Deutschen Rechtsrahmens erfolge. Die mit dem Internet-Verbot beabsichtige Spielsuchtprävention richte sich eindeutig gegen Lotto Hessen. „Wir haben uns immer gegen das Internet-Verbot ausgesprochen, denn Internetglücksspiel ist in besonderem Maße durch Limitierung der Spieleinsätze, Vorabregistrierung und Altersverifizierung kontrollierbar.“ Der LOTTO -Chef plädierte in Zusammenhang ab 2012 für eine Neufassung des Glücksspielvertrages und Wiederzulassung eines regulierten Angebotes in den neuen Medien.
Statistisch gesehen setzte jeder Hesse Pro Kopf rund 96 Euro im Jahr 2009 für Lotterie-Wetten in Hessen um. Der stärkste Brocken entfiel auf „6 aus 49“, das sind etwa zwei Drittel des Jahresumsatzes. In dieser Kategorie sind auch acht Millionäre zu verzeichnen, zwei weitere hatten Erfolg in der „Glücksspirale“ – der höchste Einzelgewinn lag bei 2,3 Millionen Euro. 32 Hessen hatten übrigens sechs Richtige.
Aufgeschlüsselt nach politischen Kreisen kamen die meisten Gewinner aus Wiesbaden (63,8 Millionen), gefolgt vom Rheingau-Taunus Kreis (60,7 Millionen). Schlusslicht ist Fulda (26,9 Millionen Euro). Übrigens leer ausgegangen sind die Hessen beim Knacken der beiden Rekordjackpots. Sie gingen nach Bayern und Niedersachsen (35 Millionen).
Weitere Wettbewerbsnachteile sieht Dr. Sundermann für seine Organisation zukünftig in der steuerlichen Ungleichbehandlung aller Anbieter auf dem Sportwettenmarkt. Auch hier machten sich illegalen Anbieter insbesondere in Malta und Gibraltar breit. Sie entzögen sich den gesetzlichen Grundlagen in Deutschland zum Schutz besonders gefährdeter Jugendlichen und zahlten keine Lotterie-Steuer und Konzessionsabgaben, was eine höhere Gewinnauslobung zur Folge habe und die staatlich legitimierten Lotteriegesellschaften benachteilige. Hier erwartet der hessische Lotto-Chef eine neue Rechtsgrundlage. Die Veranstalter von Glücksspielen in Deutschland durch Unternehmen aus dem Ausland sollten als inländische Veranstaltungen bewertet werden.
Im diesem Jahr wartet Lotto Hessen mit zwei Neuigkeiten auf. So ist die Einführung der Lotterien Bingo sowie der Eurojackpot beabsichtigt. „Werden wir die Markteinführungen durchsetzen können, rechnen wir 2010 mit einer zumindest stabilen Umsatzentwicklung“, so Dr. Sundermann abschließend.
Quelle: frankfurt-live.com
Kategorie: Allgemein, Gewinn-Business, Lotto weltweit von Lottoteam

















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