Österreich: Mehr Geld fürs Glücksspiel als für Bildung

Österreich: Mehr Geld fürs Glücksspiel als für Bildung

Der österreichische “Otto Normalbürger” gibt für Glücksspiele gleich viel Geld aus wie für Urlaub und sogar mehr als für Bildung. Das ist das Ergebnis einer Studie von RegioPlan, einem österreichischen Consulting- und Marktanalyse-Unternehmen, so berichtet es die Tageszeitung “Kurier”. Einkommensschwächere und jüngere Leute bevorzugen demnach Wettbüros, Onlinespiele und Lotto. Wohlhabendere gehen öfter ins Casino.

Die Österreicher seien bei den Ausgaben fürs Spiel ums Glück nicht sparsam. Die Branche erlebt einen regelrechten Boom. Im Jahr 2009 lagen die Durchschnittsausgaben für Glücksspiel pro Haushalt bereits bei 1. 020 Euro im Jahr. Der Vergleich zu den Ausgaben für Bildung: Dafür wurden lediglich 440 Euro ausgegeben. Für Urlaubsreisen gab der Durchschnittshaushalt 1.090 Euro aus.

Die Österreicher verspielen rund 2,5 Prozent ihrer Haushaltsausgaben. 2001 waren es noch 1,4 Prozent. Das Volumen des gesamten Glücksspielmarktes in Österreich wird auf rund  3,7 Milliarden Euro geschätzt.

In seiner Studie führt RegioPlan das kräftige Wachstum der vergangenen Jahre hauptsächlich auf Online-Gaming und den Boom bei den Spielautomaten zurück. Noch vor zehn Jahren spielten diese beiden Bereich kaum eine Rolle, heute entfallen hierauf 50 Prozent der Glücksspielausgaben. Dagegen verliert das klassische Lottospiel immer mehr an Bedeutung: der Anteil sank von 75 Prozent im Jahr 2001 auf rund ein Drittel 2009.

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Kategorie: Allgemein, Gewinn-Business von Katrin

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