Österreich: Glücksspiel-Novelle kurz vor Start
Die in Österreich geplante Glücksspielnovelle soll noch mehr Spielerschutzmaßnahmen enthalten, als bisher geplant. Das berichtet das “Wirtschaftsblatt” in seiner Online-Ausgabe. Den Entwurf für eine neues, EU-konformes Glücksspiel in Österreich wollen die Österreichische Volkspartei (ÖVP) und die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) am 8. Juni beim Sonderfinanzauschuss einbringen.
Die Sonderkomission zur Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung (KIAB), die dem Finanzministerium untersteht, soll die die Aufsicht zum Spielerschutz führen. Dafür sollen Mitarbeiter von Post und Telekom die KIAB personell unterstützen. In jedem Fall sollen die in Österreich üblichen “Mini-Spielhöllen” abgeschafft werden. Dabei handelt es sich, um von der Straße zu begehende Automatenkabinen in denen zwei bis drei Geräte stehen. Weiterhin könnte der Maximaleinsatz für die Spielautomaten von 50 Cent nicht auf zehn, sondern nur auf fünf Euro angehoben werden. Der höhere Spieleinsatz hätte zwar eine höhere Hemmschwelle, für die Spieler aber auch einen größeren Verlust bedeutet. Darüberhinaus sollen die Glücksspielautomaten, Pokertische und Roulettetische nicht nur an die Bundesserver zur Kontrolle von Einnahmen und Steuern angeschlossen werden, sondern auch vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen offiziell zertifiziert werden.
Das Wirtschaftsblatt erwartet, dass sich die Grünen gegen den Gesetzesentwurf aussprechen werden. SPÖ und ÖVP wären dann auf die Unterstützung der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) angewiesen. Dafür will die FPÖ allerdings die Regelung des Online-Glücksspiels in die Diskussion miteinbringen. Denn dieser Bereich wird in der Novelle bisher ausgespart. Online-Glücksspiel ist in Österreich verboten.
Kategorie: Gewinn-Business von Katrin

















Hinterlasse einen Kommentar