Iowa City veranstaltet Lotterie für Arme

Iowa City veranstaltet Lotterie für Arme

Der USA-Korrespondet der ARD, Klaus Scherer, berichtet in dieser Woche aus Iowa City, einer Stadt im mittleren Westen der USA. 18 Prozent der Menschen sind in dieser Stadt ohne Arbeit.

Das Krisenzemtrum eines privaten Hilfevereins wird derart stark von Hilfsbedürftigen frequentiert, dass jetzt eine Armenlotterie eingeführt wird. Jeder der Hilfsbedürftigen darf Montags eine dringende, unbezahlte Rechnung, wie zum Beispiel Strom- oder Wasserrechnungen, mitbringen. Dann wird ein Topf mit Losen herumgereicht. Nur wer das richtige Los zieht, bekommt Hilfe. Die Rechnung wird übernommen, so dass Wassser oder Strom nicht abgestellt werden oder die Miete für den nächsten Monat gezahlt werden kann.

In der Vergangenheit hatte der Verein bereits einzelne Rechnungen der hilfsbedürftigen Familien übernommen. Da der Bedarf stetig wuchs, war dies nicht mehr möglich. Damit jeder dieselbe Chance auf Hilfe bekommt, wurde das Losverfahren eingeführt. Wer gewonnen hat, muss für die nächsten zwei Monate aussetzen. Der amerikanische Arbeitsmarkt leidet stärker als Europa unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise. Viele Familienväter nehmen gleichzeit drei Arbeitsstellen an, um den Lebensunterhalt für ihre Familien zu verdienen.

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Kategorie: Lotto weltweit von Katrin

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